Indische Spezialitäten
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Was die Ölscheichs des nahen Ostens heute für die Hersteller von Luxus-Automobilen sind, waren die indischen Herrscher anfangs des 20. Jahrhunderts: Unermesslich reich In den ersten Jahren des letzten Jahrhunderts bis 1947, als Indien noch britische Kronkolonie war, hatten die Engländer dort so genannte "native states" mit begrenzter Autonomie unter Herrschaft lokaler Fürsten eingerichtet. Diese Fürsten waren meist Rajas oder Maharajas (eingedeutscht 'Maharadscha'), aber auch Sultane. Der Reichtum dieser Fürsten war schier grenzenlos, weshalb man sich trotz der schlechter Infrastruktur mit wenigen und nur begrenzt ausgebauten Straßen auf dem Subkontinent auch schicken Automobilen als Statussymbolen zuwandte. Erste Wahl waren hier natürlich die edlen, aber verhältnismäßig leicht erhältlichen englischen Erzeugnisse von Rolls-Royce, Bentley Daimler, Lagonda und anderen Firmen, aber auch Mercedes-Benz, Hispano-Suiza und sonstige Luxusgefährte waren beliebt. Rolls-Royce beispielsweise hatte nach eigener Angabe bis 1955 insgesamt 730 Autos nach Indien verkauft. Da Geld keine Rolle spielte, waren prächtige Sonderkarosserien mit Sonderausstattungen für Wächter und für die Jagd häufig geäußerte Wünsche. Wir haben einmal unsere Datenbank nach Fahrzeugen indischer Fürsten durchkämmt und können hier nun 23 Fahrzeuge mit "indischer Vergangenheit" vorstellen. Viel Vergnügen! |
Rolls-Royce Silver Ghost 40/50 Roadster (1911) Ehemaliger Besitzer: Ein indischer Maharadscha |
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Rolls-Royce Twenty Convertible (1922) Ehemaliger Besitzerin: Die Maharani von Udaipur |
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Rolls-Royce Silver Ghost 40/50 Limousine (1922) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Daipur |
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Rolls-Royce Silver Ghost 40/50 Tourer (1923) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Haiderabad |
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Lanchester 40 HP (1923) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Rewa |
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Rolls-Royce Twenty Houdah Saloon (1925) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Bharatpur |
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Alfa Romeo RL Super Sport (1925) Ehemaliger Besitzer: Ein indischer Maharadscha |
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Hispano-Suiza H6 B "Kellner Cabriolet" (1925) Ehemaliger Besitzer: Ein indischer Maharadscha |
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Hispano-Suiza H6 B Drophead Coupé (1925) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von D'Alwar |
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| Rolls-Royce Phantom I Open Tourer Windower (1926)
Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Nanpara |
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Rolls-Royce Phantom I Limousine (1926) Ehemaliger Besitzerin: Die Maharani von Cooch Behar |
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Vauxhall 30/98 E-Type (1926) Ehemaliger Besitzer: Der Herrscher von Kaschmir |
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Daimler Barker Salon Convertible (1926) Ehemaliger Besitzer: Gulab Singh, Herrscher von Rewa |
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Rolls-Royce Phantom I "Prototyp" (1928) Ehemaliger Besitzer: Bahadur, Maharadscha von Jammu und Kashmir |
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Rolls-Royce Phantom II Jagdwagen (1929) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Dakbhanga |
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Rolls-Royce Phantom II "Thrupp & Maberly" (1930) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Dakbhanga |
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Rolls-Royce Phantom II 3-Positions-Cabriolet (1930) Ehemaliger Besitzer: Wali-ud Dowla Bahdur, Nabob von Haiderabad |
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Mercedes-Benz SS 27/160/200 PS (1930) Ehemaliger Besitzer: Behadur, Maharadscha von Jamnu & Kaschmir |
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Rolls-Royce Phantom II "Tiger Eyes of Jaipur" (1933) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Dakbhanga |
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Rolls-Royce Phantom II "Star of India" (1934) Ehemaliger Besitzer: Thakore Saheb Bahadur, Maharadscha von Rajkot |
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Bentley 3½-Litre Coupé "Gurney Nutting" (1935) Ehemaliger Besitzer: Ein indischer Maharadscha |
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Rolls-Royce Phantom III Sports Saloon (1936) Ehemaliger Besitzer: Ein indischer Maharadscha |
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Rolls-Royce Phantom III Convertible (1937) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Barada |
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Bentley 4¼-Litre "Thrupp & Maberly" (1937) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Cooch Behar |
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Mercedes-Benz 540 K kurz Cabrio A (1937) Ehemaliger Besitzer: Yeshwant Rao Holkar II., Maharadscha von Indore |
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Delahaye 135 M Roadster "Figoni & Falaschi" (1939) Ehemaliger Besitzer: Der Maharadscha von Jaipur |
Internet
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Rolls-Royce-Museum Mühlheim am Main In Mühlheim am Main in Deutschland befandt sich eine der schönsten Rolls-Royce-Sammlungen der Welt. Es handelte sich um die Kollektion von Hans-Günter Zach. Dieser ist insbesondere im Besitz des "Stern von Indien", eines der wertvollsten Rolls-Royce der Welt. Leider hat sich Herr Zach im Jahr 2010 entschlossen, seine Sammlung aufzulösen un die Fahrzeuge zu verkaufen. Auf seiner Homepage kann (Stand 2011) die ehemalige Sammlung allerdings noch bewundert werden. |
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Literatur
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AutoBild 44/2008, S.66 Murad Ali Baig: Rolls-Royce and the Indian Princes (Roli Books: ISBN: 81-7436-235-5) |
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