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Talbot-Lago T26 Monoplace Décalée (VIN 90130)
| Talbot-Lago | T26 Monoplace Décalée (VIN 90130) (1939) | Frankreich |
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1938 wurde die Grand Prix-Rennformel erneut geändert: Die Regularien begrenzten Rennmotoren mit Aufladung bei 3000 ccm und nicht-aufgeladene Motoren bei 4500 ccm. Nutznießer dieser neuen Formel waren vor allem die Rennwagen von Mercedes-Benz und der Auto-Union. Beide Werke wurden vom deutschen Staat finanziell großzügig unterstützt und entwickelten V12- und sogar V16-Hochleistungstriebwerke mit bis zu 500 PS. Andere Grand Prix-Teilnehmer konnten da nicht mithalten, nahmen die Herausforderung aber trotzdem an: Für die Saison 1939 entwickelte Talbot-Lago den "Monoplace Décalée" als Grand Prix-Fahrzeug. Basis war der ein Jahr zuvor präsentierte Sportwagen T26 SS. Die neue Bezeichnung bedeutete etwa "Einsitzer mit versetzter Anordnung". Dieser Name rührte daher, dass der Fahrer zwecks besserer Gewichtsverteilung, aber auch um ggf. aus dem Ein- einen Zweistzer machen zu können, neben und nicht auf dem Getriebe saß. Dies ermöglichte einen tieferen Schwerpunkt. Das Chassis war im Übrigen aber konvetionell. Es handelte sich um einen klassischen, allerdings aus Gewichtsgründen gebohrten Leiterrahmen mit vorderer Aufhängung aus einer quer verlaufenden unteren halbelliptischen Blattfeder, sowie hinterer Starrachse. Zwar hatte Antonio Lago Fördermittel für die Entwicklung eines konkurrenzfähigen V16-Zylinders erhalten, angetrieben wurde der Monoplace Décalée aber vom bekannten 4,5-Liter-reihen-Sechszylinder mit etwa 240 PS., was den Leistungsunterschied zu den deutschen Silberpfeilen sehr anschaulich macht. Der erste Einsatz des neuen Rennwagen erfolgte erst beim Grand Prix von Pau. 90130 mit René Carrière am Steuer fiel aus, aber das zweite eingesetzte Fahrzeug (VIN 90131) kam auf dem beachtlichen 3. Platz hinter zwei Mercedes W154 ins Ziel. Weitere nennenswerten Erfolge gegen die deutsche Konkurrenz konnten jedoch nicht eingefahren werden. 90130 siegte jedoch mit hinzugefügten Türen, Scheinwerfern und Kotflügeln gegen den Bugatti Typ 57 G beim Grand Prix von Comminmges. Für die anschließenden 500 Meilen von Indianapolis konnte sich der Wagen nicht qualifizieren, erzielte aber einen beachtlichen vierten Rang beim Pikes Peak-Gebirgsrennen. Nach dem zweiten Weltkrieg erwarb Zora Arkus Duntov, der spätere "Vater der Corvette" 90130. und setzt ihn zweimal beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis ein (1946-47)., bevor Luigi Chinetti ihn kaufte. Es folgten weitere Kurzzeit-Eigentümer, bevor der junge Harry Schell den Wagen in die Hände bekam. in der Rennsaison 1949 nahm er mehrfach an Grand Prix-Rennen teil, bevor er durch Erfolge des Schwesterfahrzeugs 90131 bei den 24-Stunden von Le Mans 1949 und 1950 auf den Gedanken verfiel, 90130 wieder bei Sportwagen-Rennen einzusetzen. Leider überzeugte Schell dessen neuer Teampartner Raymond Sommer einen jüngeren Motor aus Chassis-Nr. 110009 einzusetzen, was aber eine Fehleinschätzung war. Ende 1950 veräußerte Schell den Wagen dann an den Rennfahrer "Raph", der 90130 nach einem überstandenen Rennunfall in Südamerika einsetzen wollte. Dort wollten sich jedoch einfach keine Erfolge einstellen, weshalb der Wagen schließlich ungenutzt in Südamerika verblieb. Erst 1984 brachte Colin Crabbe den Talbot-Lago zurück nach Europa. |
Technische Daten / Specifications:
Fahrwerte / Performance |
Maße / Measures |
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| km/h | kg/leer | 900 | ||
| 0-100 km/h (sek) | Maße (mm) | |||
| Verbrauch (L/100 km)(faq) | Radstand (mm) | 2500 | ||
Motor / Engine |
Präsentation / Presentation |
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| Zylinder | 6R | Kaufpreis (1939) | ||
| Hubraum (ccm) | 4482 | Stückzahl | 2 | |
| Leistung (PS) | 240 | Debüt | ||
| bei Nenndrehzahl (U/min) | Design | |||
| Vorgängermodell | Talbot-Lago T150 C Competition Roadster (VIN 82930) '1936 | Nachfolgemodell | ||
| Rekorde | Testberichte (faq) | Tuning | Internet | |
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