Talbot-Lago T26 Grand Sport / T26 Grand Sport Longue
| Talbot-Lago T26 Grand Sport / T26 Grand Sport Longue | 1947-56 | Frankreich |
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Der Talbot-Lago T26 Grand Sport '1947-53Bereits 1947 bot Talbot-Lago ein kurzes Chassis mit nur 2650mm Radstand und der potentesten Version des 4,5-Liter-Reihen-Sechszylinder mit ca. 190 PS an. Die Chassis-Nummern beginnen bei deisen Fahrzkeugen mit 110... undwaren sechsstellig. Es handelte sich um eins der schnellsten, aber teuersten Autos seiner Zeit! Diese Version wurde bis 1947 gebaut. Eine Serienkarosserie gab es nicht, es gab ausschließlich nackte Chassis zu erwerben, die bei einen Carosserier eigener Wahl eingekleidet werden sollten. Die meisten Fahrzeuge dürften bei Saoutchik mit einem Aufbau versehen worden sein und gehören heute zu den aufregendsten klassischen Automobilen der Welt. Es sollen bis 1953 32 Exemplare insgesamt entstanden sein, von denen noch 26 erhalten sind. Der Talbot-Lago T26 Grand Sport (Longue) '1953-561953 erschien auf dem Pariser Salon ein neuer Grand Sport mit 2900 mm Radstand und erstmals mit Werks-Karosserie, für die Carlo Delaisse, der lange für Letourneur et Marchand gearbeitet hatte, verantwortlich zeichnete. Die Chassis-Nummern dieser Baureihe starteten mit 111001 und endeten mit 111019, weshalb heute davon ausgegangen wird, dass vermutlich nur 19 Fahrzeuge gebaut wurden. Diese Version hatte auch einen überarbeiteten Motor mit nunmehr ca. 210 PS unter der Haube. Von den bis 1956 gebauten ungefährt 19 Exemplaren sollen noch ca. 12 Stück existent sein sollen. Teilweise werden diese Modelle heute als "GSL", was für "Grand Sport Longue" steht, bezeichnet. Der Talbot-Lago T26 Grand Sport im RennsportAntonio Lago hatte schon 1934 entschieden, dass seine Firma auch im Rennsport aktiv werden solle. Während des zweiten Weltkrieges ruhten die sportlichen Bemühungen und erst 1946 wurde die Automobil-Produktion in Surenes wieder aufgenommen. Sofort machte man sich ans Werk auch wieder Rennwagen zu konstruieren. Ausgangsbasis der neuen Rennwagen war der alte 6-Zylinder-Reihenmotor mit 4,0 Liter, der von dem neuen Motoren-Konstrukteur Carlo Marchetti auf 4,5-Liter Hubraum aufgebohrt wurde. Der Sinn bestand darin, das international gültige Reglement voll auszuschöpfen, das im Grand-Prix-Rennsport eine Hubraum-Begrenzung von 4,5 Liter für nicht aufgeladene Motoren vorsah und für Kompressor-Motoren eine Grenze von 1,5 Litern Hubraum. Der neue Motor wurde im zunächst auf der Straße im Talbot-Lago T26 Record verwendet, war aber auch das Triebwerk der neuen, ab 1947 konstruierten Rennwagen. Mit etwa 165 PS in der Grundausführung erwies sich das neue Triebwerk den bis zu 300 PS starken Kompresser-Maschinen von Ferrari und Alfa Romeo und Maseratiallerdings als klar unterlegen. weshalb Lago und Marchetti einen neuen Zylinderkopf entwickelten. Hinzu kamen seitliche Nockenwellen und kurze Stößelstangen für die Ventilbetätigung. In dieser Ausführung leistete der Motor zunächst ca. 240 PS, in der späteren Twin Plug"- Version angeblich sogar 260 PS. Damit waren die französischen Autos zwar immer noch etwas schwächer, machten dieses Manko in den Rennen allerdings mit ihrem geringeren Benzindurst einigermaßen wieder wett. 1947 konnte Talbot mit dem T26 C ('C' für 'Course') dann tatsächlich immerhin den Grand Prix von Frankreich gewinnen, war aber in den übrigen Rennen vor allem gegen die Alfa Romeo 158 aus Italien chancenlos. 1949 konnten die T26 C immerhin zwei Rennen gewinnen. Doch der T26 war als (vermutlich letzter) Universal-Rennwagen konstruiert worden und konnte mit leichten Veränderungen auch bei Sportwagen-Rennen eingesetzt werden. Außerdem hatte sich das Triebwerk als sehr zuverlässig erwiesen. Antonio Lago plante daher auch einen Einsatz bei den 24-Stunden von Le Mans 1950. Im Kosteninteresse wurden aber nur die notwendigsten Änderungen am T26 C vorgenommen: Die Karosserie wurde etwas verbreitert, um einen zweiten Sitz unterzubringen, an der Front wurden Scheinwerfer installiert und es gab kleine Kotflügel. Durch die ermutigenden Ergebnisse des Rennens von 1949 motiviert - André Morel hatte auf einem Taltbot-Lago Grand Sport Coupé bis zu seinem Ausfall in der vorletzten Runde an vierter Stelle gelegen - wurde der neue T26 C Grand Sport für das 24-Stunden-Rennen 1950 vorbereitet und dominierte dieses dann! Louis Rosier und sein Sohn Jean-Louis Rosier gewannen auf Ihrem T26 GS vor dem Talbot-Lago ex-monoplace décalée von Pierre Meyrat und Guy Mairesse. Das im Vorjahr noch ausgeschiedene Talbot-Lago Grand Sport Coupé von André Morel und André Chambas rundete das herausragende Ergebnis mit einem guten 13. Gesamtrang ab. 1951 gelang leider keine Wiederholung dieses Erfolgs, aber die zuverlässigen Talbot holten einen erneuten Achtungserfolg: Pierre Meyrat und Guy Mairesse mussten sich in diesem Jahr dem wesentlich modernerem Jaguar C-Type deutlich geschlagen geben, wurden aber immerhin zweite im Gesamtklassement mit einem ähnlichen Fahrzeug wie im Vorjahr. Pierre Levegh und René Marchand wurden in einem Talbot-Lago Monoplace Decalée Gesamt-Vierte. In den Folgejahren konnten dann keine nennenswerten Erfolge mehr erzielt werden, sieht man von der 23-Stunden-Allein Fahrt von Pierre Levegh im Jahr 1952 mit Chassis-Nr. 110056 ab. Darüber hinaus errang der T26 Grand Sport in der Hand von Privatfahrern eine lange Reihe von Erfolgen bei verschiedensten Rennaktivitäten. Immerhin 23 Exemplare aller Ein- und Zweisitzer-Versionen des T26 C, teilweise auch mit geschlossenen Coupé-Aufbauten, sind bis 1951 gebaut und eingesetzt worden. |
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